Schon seit Jahrzehnten spukt der Traum der Freiheit durch meinen Kopf. Mit dem Wasser war ich schon immer verbunden. Als Kind einen Segelschein am Alt-Rhein gemacht, als Jugendlicher dann windsurfen gelernt. Auf dem Gardasee einen Dart Hawk F18 gesegelt. Später dann Kitesurfen. Mit Beruf und Arbeit wurde die Zeit knapper, der Traum aber ist im Kopf fest verankert.

Irgendwie musste ich ein Jahr Zeit bekommen. Monatelanges grübeln. Karriere und Sicherheit versus Freiheit und Abenteuer. Kündigen? Der Arbeitgeber bot die Möglichkeit eines Sabbatical. Quasi unbezahlter Urlaub. 30 Monate zu 80% Gehalt arbeiten und dann 6 Monate Urlaub genießen. Danach wieder normal weiter arbeiten. Im Oktober 2011 habe ich den Sabbatical Vertrag unterschrieben.

Vom segeln mit Yachten hatte ich erst mal keine Ahnung. Und auch nicht von den Segelrevieren und Segelrouten. Meine alten Segelscheine hatten auch keine Gültigkeit mehr. Über den Winter den SKS Schein gemacht, erste Seemeilen gesammelt. Touren in Kroatien, auf dem Mittelmeer. Mit eine Seascape 18 eine Woche in Dalmatien, alleine. Schnuppern in die Welt des Einhand segelns.

Habe dann auch gelernt, dass meine Idee „Karibik“ schwierig wird. Mit Start im April würde ich dort genau in die Hurricane Season kommen. Also, alternativen suchen. Mittelmeer? Ostsee? Nach Norden? Im Mittelmeer ist es schön warm. Im Sommer wenig Wind. Ans Mittelmeer komme ich auch sonst öfter mal. Im Norden war ich noch nicht. Die Bilder und Geschichten sind toll. Also, der Norden soll es sein.

Im den nächsten Jahren noch SSS, Funkscheine, Pyroschein und sonstiges gemacht. Und immer auf der Suche nach einem Boot für die Reise. Nicht zu klein, mit Stehhöhe unter Deck. Preislich im Rahmen. Einfach zu segeln. Sicher. Ausgestattet, so dass ich einfach los segeln kann.

Der April 2014 rückt näher. Die Tour ist im groben geplant. Karten sind bestellt. Motorrad verkauft und Wohnung vermietet. Jetzt noch das Boot klar machen.

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