Gespenstische Stille, im Fjord spiegeln sich die Berge und eine Wolkenschicht verleiht dem ganzen einen unwirklichen Zauber. Wasserfälle stürzen 500 Meter in die Tiefe, das Rauschen hallt von den steilen Felswänden. Eine fantastische Kulisse.

Gestern Abend hatte ich mich mit ein paar netten Motorbootfahreren unterhalten. Die waren schon in Bergen neben mir gelegen. Die “Stör” vom MotorBootClub Karlsruhe. Schon 2400 Meilen sind die unterwegs und haben mindesten genau so viele Geschichten erlebt wie ich.

Die anderen Nachbarn, die Norweger Edelgard und Lars, mit der Bavaria “Bris” sind gestern Nacht schon gefahren. Jetzt ist die Fleur das einzige Boot mit Mast von den ca. 10 Gastbooten.

Vorgestern hatte ich Lust auf was besonderes und hatte mir Shrimps gekauft. Die gibt’s relativ günstig. Das Boot riecht immer noch nach den Dingern. Nächstes mal mache ich die auf dem Grill.

Im Supermarkt kaufe ich noch ein paar Sachen für die weitere Reise ein. Auch heute am Sonntag haben hier die Läden geöffnet. Die meisten 24/7 und 7/23. Nur Alkohol gibt’s Sonntags keinen, wie ich lernen musste. Das ist blöd, denn die letzten 5 Dosen Bier werden wohl nicht all zu lange halten.

Heute, Montag Morgen, um 06:00 aufgebrochen vom Geiranger Fjord. Die ersten 4 – 5 Stunden in spiegelglattem Wasser unter Motor – da gehöre ich nun trotz Mast zu den Motorbootlern. Die zweite Hälfte des Wegs mit 12 Knoten Wind, wie soll es anders sein, genau von vorne. 6 Stunden aufkreuzen, bis ich um 16:30 in Saetre etwas Müde in den Hafen einlaufe. Und da liegt sie wieder, die “Stör”. Freundliche Begrüßung und wir wollen heute Abend zusammen WM schauen. Leider geht jetzt das Bier zu neige ;-(


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